Wallonie Comic 2009
- Die Wallonie Comic 2009
- Es war einmal...
- Das Spirou-Magazin...
- "Le Journal Tintin" ...
- Comic heute
- Identifikation
- Veranstaltungskalender "Die Wallonie Comic 2009"
- Im Vorübergehen
- Comic-Sehenswürdigkeiten und -Museen
- Maisons du Tourisme (Tourismushäuser) in der Wallonie
- Brussels BD 2009
Comic heute
Seit den 60er Jahren hat sich der europäische Comic allmählich von der belgischen Vorreiterrolle emanzipiert. Die Leser wurden erwachsen. Ihr Geschmack und ihre Mittel wurden vielfältiger. Aber es war wieder eine in der Wallonie veröffentlichte Zeitschrift (‘A Suivre’), vom Verleger Casterman aus Tournai herausgegeben (1978), die aus dem europäischen Comic wirklich die Neunte Kunst sowohl der Literatur als auch der Zeichenkunst machte. Das Beste des europäischen Comics verhalf ihm zu dieser Ehre, darunter zum Beispiel Comès und Jean-Claude Servais aus den Ardennen.

© Dargaud
Auch heute verfolgt der belgische französischsprachige Comic seinen Weg. Hergé, Jijé und Franquin bleiben Vorbilder für die meisten europäischen Autoren von heute. In Lüttich, Tournai, Mons oder Châtelet wird Comic als Fach an Hochschulen unterrichtet. Und in der Tradition der Giganten des belgischen Comics begibt sich der zeitgenössische Comic auf neues Terrain als eine Kunst, die sich schon seit Jahrzehnten komplett mit der Gesellschaft identifiziert, aus der sie entstanden ist. Von der Region der ’Collines’ bis zur Gaume, von den Ufern der Maas bis zu den Ufern der Schelde, von Lüttich bis Charleroi: Ganz Wallonien spiegelt sich im europäischen Comic wieder.
Während in der Pfarrkirche von Corbion-sur- Semois ein Fresko an das schon damals offensichtliche Talent des jungen Joseph Gilain (Jijè) erinnert, wacht eine Sphinx am Eingang des kleinen Friedhofs von Lasne über die letzte Ruhe von E. P. Jacobs (Blake und Mortimer). In Florenville begrüßt eine Zärtliche Violetta (JC Servais) aus Bronze die Besucher der Gaume. Charleroi hat einigen der für den Verlag Dupois erfundenen Helden ein Denkmal gesetzt (Spirou und Fantasio, das Marsupilami, Schnieff und Schnuff, Lucky Luke). Im Brabanter Limal wird der Vater von Cubitus (Dupa) geehrt und Bousval hat die Straße in der Hergé, der Vater von Tim und Struppi, wohnte, nach ihm benannt. In dieser Art entstehen in der ganzen Wallonie jährlich neue Verehrungssymbole für diese populäre Kunst. (© Jean Auquier, CBBD.)



